Singen 1995

Robert Schad (DE/FR/PT)

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Singen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in SingenSingen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in Singen (Foto: Gunar Seitz, 2020)
Singen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in SingenSingen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in Singen (Foto: Gunar Seitz, 2020)
Singen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in SingenSingen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in Singen (Foto: Gunar Seitz, 2021)
Singen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in SingenSingen 1995 von Robert Schad am DonauHegauKunstweg in Singen (Foto: Gunar Seitz, 2021)

Infos zum Kunstwerk

Datum

1995

Material

Vierkantstahl, Ø 100 mm

Dimensionen

H: 580 cm

Adresse

Singen, Heinrich-Weber-Platz

GPS

47°45'47.47"N 8°50'16.20"E
47.763186, 8.837833

Beschreibung

Die mehrteilige Großplastik 'Singen 1995' des Metallbildhauers Robert Schad wurde als Auftragsarbeit der Firma Georg Fischer anlässlich ihres 100jährigen Jubiläums zum "Zeichen der Verbundenheit mit der Stadt Singen und ihren Bürgern" ausgeführt und auf der bis dahin monotonen Fläche des Heinrich-Weber-Platzes aufgestellt. Das ebenerdige Wasserbassin wurde nachträglich hinzugefügt.

Ohne Sockel wachsen die filigranen geschwärzten Vierkantstahlstäbe aus dem Boden, greifen über Brechungen und Gelenkstellen als bewegte Linienspuren in den Raum und entwickeln eine nahezu grazile, scheinbar entmaterialisierte Dynamik. Schad entkleidet dem tonnenschweren Baustahl seine Masse und Schwere und macht ihn zum gestisch-expressiven Ausdrucksträger als "Raumschrift" (Schad). Neben der eher gedrungenen Fächerstele öffnet sich das Gegenüber nach oben und in die Weite.

Die Freiplastik reagierte 1995 auf eine ungelöste, architektonisch schwierige Situation. Der horizontal geführte 'Querbalken' antwortet unmittelbar auf die rechtwinklige Randbebauung, folgt dem Verlauf der Gebäudefronten und öffnet die Plastik optisch in Richtung des Stadtzentrums. Das zeichenhaft abstrahierte Ensemble fordert dem Passanten eine dynamische Wahrnehmung, durch eine Begehung des Platzes ab und soll diesen Stadtraum zu einem besonderen, körperlich und sinnlich erfahrbaren Ort steigern. (si/gs)

Künstler/innen

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