Bergspitze (-gold, hegau) 2006

Stefan Pietryga (DE)

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Standort
Bergspitze (-gold, hegau) 2006 von Stefan Pietryga am DonauHegauKunstweg in EngenBergspitze (-gold, hegau) 2006 von Stefan Pietryga am DonauHegauKunstweg (Foto: Gunar Seitz, 2020)
Bergspitze (-gold, hegau) 2006 von Stefan Pietryga am DonauHegauKunstweg in EngenBergspitze (-gold, hegau) 2006 von Stefan Pietryga am DonauHegauKunstweg (Foto: Gunar Seitz, 2020)
Bergspitze (-gold, hegau) 2006 von Stefan Pietryga am DonauHegauKunstweg in EngenBergspitze (-gold, hegau) 2006 von Stefan Pietryga am DonauHegauKunstweg (Foto: Medienagentur Blum, 2016)

Infos zum Kunstwerk

Datum

2006

Material

Aluminiumguss, blattvergoldet

Dimensionen

Sockel:
H: 500 cm
B: 200 cm
T: 200 cm

Skulptur:
H: 175 cm
Ø: ca. 150 cm

Adresse

78234 Engen, Autobahnraststätte 'Im Hegau-Ost'

GPS

47°51'52.53"N 8°47'7.08"E
47.864592, 8.785300

Beschreibung

Die Bergspitze von Stefan Pietryga besteht aus einem in der Vertikalen überdimensionierten Sockeltisch aus anthrazitbeschichtetem Stahl und der darauf thronenden Spitze aus mehrfach vergoldetem Metallguss. Diese weithin leuchtende Spitze ist über eine Negativabformung eines vom Künstler bearbeiteten Holzblocks entstanden. Die Arbeit nimmt direkt Bezug auf die Hegauberge, die allesamt vulkanischen Ursprungs sind. Auf dem gegenüberliegenden Hohenstoffeln wurde durch den Basaltabbau einer der Nordgipfel des Berges mitsamt der darauf gebauten ehemaligen Burg abgetragen, bis Engener Bürger diesen Eingriff in die Bergflanke unterbinden konnten. (gs)

Die unvergleichliche Landschaft der Hegau-Vulkane wurde durch das Feuer der Lava und das Wasser der Gletscher in der letzten Eiszeit geschaffen. Einem der markantesten Hegauberge, dem Hohenstoffeln, fehlt aber etwas: einer seiner ehedem zwei Berggipfel. Der Basaltabbau in den Jahren 1913 bis 1938 nahm dem Berg seine Nordspitze. Der Basaltschotter fand Verwendung im Straßenbau. Eine Initiative von Bürgern aus ganz Süddeutschland unter der Führung des Schriftstellers Dr. Ludwig Finckh wandte gegen diesen Abbau. Es war ein Kampf zwischen 'David und Goliath', der sich über 25 Jahre erstreckte. Schließlich führten die unermüdlichen Bemühungen zum ersten deutschen Naturschutzgesetz und damit zur Einstellung des Abbaus. So wurde der Südgipfel des Hohenstoffeln gerettet, der größte Teil seines Nordgipfels mit der Burgruine ist jedoch verloren. Mit seiner Installation 'Bergspitze' gibt der Potsdamer Künstler Stefan Pietryga der Landschaft den verlorenen Gipfel des Hohenstoffeln symbolisch wieder zurück. Wie ein Souvenir thront die 'Bergspitze' vor dem Panorama der Hegauberge, des Bodensees und, bei klarer Sicht, der nahen Alpenkulisse. Auf dem Parkgelände vor der Terrasse des Raststätten-Geländes behauptet sich dieser markante Punkt als Ruhepol über den Dächern der Fahrzeuge und gibt dem architektonisch anspruchsvollen Gebäude der Raststätte ein wiedererkennbares Entree. "Die ‚Bergspitze' ist Erinnerung an ein Stück verloren gegangener Natur, gleichzeitig aber auch Symbol dafür, was Bürger erreichen können, wenn sie zusammenstehen" (Manfred Sailer). (vw)

Künstler/innen

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